15.08.2017 New Audio Technology – 3D-Audio-Produktion des „Kraftwerk“ Katalogs

Tom Ammermann gewann mit seiner Idee von Surround-Simulationen für Kopfhörer 2011 einen Hauptpreis beim „Gründerwettbewerb – IKT Innovativ“. Gerade hat er seinen nächsten Coup gelandet und an der Neuproduktion aller acht Alben der populären Band „Kraftwerk“ mit 3D-Sound für Blu-ray Disc maßgeblich mitgewirkt.

Im Jahr 2008, mit der Gründung seines Start-ups New Audio Technology, begann Ammermann an seiner Vision zu feilen: dem dreidimensionalen Hören – also der umfassende räumliche Klangeindruck von Tonaufnahmen. Dank dem von ihm entwickelten „Headphone Surround 3D“-Verfahren können Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber auch mit handelsüblichen Kopfhörern in den Genuss von dreidimensionalem Hören kommen. 2011 überzeugte er mit dieser Innovation die Jury beim „Gründerwettbewerb – IKT Innovativ“. „Vor allem das Renommee des Gründerwettbewerbs war hilfreich. Der Hauptpreis hat mir in Geschäftsverhandlungen eindeutig Vorteil verschafft und dabei vor allem das Potenzial meiner Geschäftsidee unterstrichen“, so Ammermann.

Der 3D-Sound-Spezialist hat sich nicht auf seinem Erfolg ausgeruht, sondern stetig an der Optimierung seiner Technologie gearbeitet. Sein Know-how konnte er nun in seinem neuesten Projekt eindrucksvoll unter Beweis stellen: eineinhalb Jahre lang arbeitete er mit der Band „Kraftwerk“ in seinem Hamburger Studio an der Umsetzung der 3D-Audio-Produktion ihrer acht Alben in Dolby Atmos und Headphone Surround 3D. Dabei beschreibt Ammermann die Herausforderung wie folgt: „Im Unterschied zu Film-Abmischungen geht es in der dreidimensionalen Musik um den Gesamteindruck. Es ist kein Lokalisationstest. Der Mix sollte zwar jeden Lautsprecher hinter und über dem Hörer nutzen, ihn aber nicht ständig aus allen Richtungen bombardieren. Sonst verwirrt und ermüdet man den Zuhörer.“ Einen der besonderen Vorteile des Ergebnisses eines 3D-Mixes besteht darin, dass Instrumente als auch Sänger gleich gut zu hören sind und sich nicht gegenseitig übertönen: „Ich kann den Sänger auf den Center-Lautsprecher legen, die Drums auf die Front-Kanäle rechts und links und die Synthesizer und Perkussion mit auf die hinteren Lautsprecher. Das ist viel einfacher als bei einem Stereo-Mix“, erläutert Ammermann. Mit seiner Leistung beweist er, dass es sich lohnt für seine Visionen einzustehen. Gerade jungen Start-ups empfiehlt der Musiker, sich mit der Teilnahme am Gründerwettbewerb eine gute Basis für ihr Gründungsvorhaben zu schaffen.

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