10.07.2017 Start-up-Szene trifft Politik: Der Kongress „Junge IKT 2017“

Über 70 Start-ups, eine begleitende Ausstellung mit innovativen Entwicklungen und Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnik, ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm und mehrere Pitch-Sessions: Das ist die Bilanz des diesjährigen Kongresses „Junge IKT 2017“, der am 7. Juni 2017 im Kosmos Berlin stattfand.

Die begleitende Ausstellung zur Veranstaltung und Pitch-Sessions mit Schwerpunkten wie Gesundheit, Bildung oder B2B-Lösungen boten Investoren und Unternehmen ideale Möglichkeiten, die Start-ups besser kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Highlight des Tages war die Auszeichnung von vier Start-ups mit dem Preis „IKT-Gründung des Jahres“ durch Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Alle vier Preisträgerteams waren auch ehemalige Preisträger des Gründerwettbewerbs: Den ersten Platz belegte das Münchener Jungunternehmen Toposens, den zweiten Platz erhielt das Team von Telocate und der dritte Platz, welcher in diesem Jahr zwei Mal vergeben wurde, ging jeweils an die Gründerinnen und Gründer von FOVEA und OKINLAB.

Über den gesamten Tag verteilt gab es zudem ein umfangreiches Programm bestehend aus Panels und Vorträgen. Expertinnen und Experten sowie Branchenvertreterinnen und -vertreter diskutierten unter anderem über aktuelle Chancen und Herausforderungen der deutschen Gründerszene. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums widmete sich ein Panel dem Gründerwettbewerb und ließ die vergangenen Jahre Revue passieren. Dabei tauschten sich drei ehemalige Preisträger mit Dr. Andreas Goerdeler, Unterabteilungsleiter „Nationale und europäische Digitale Agenda“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), über die Erfolge und Höhepunkte des Wettbewerbs aus. Besonders hervorgehoben wurde die umfassende Unterstützung und Betreuung der Preisträgerinnen und Preisträger durch das Team des Gründerwettbewerbs. Workshops, Networking-Events und das Know-how der Gründerwettbewerbs-Experten helfen seit 20 Jahren den Start-ups dabei, in der deutschen Wirtschaft Fuß zu fassen.

Wie sich Frauen in der Tech-Branche besser beweisen können, darüber diskutierten Andera Gadeib von der Dialego AG, Tijen Onaran, Gründerin des Netzwerks „Women in Digital“, Carina Röllig von Webdata Solutions GmbH und Julia Römer, Gründerin der Coolar UG, während der Paneldiskussion „Wirtschaftsfaktor Gründerinnen: digital. erfolgreich. weiblich“. Dabei waren sich die Sprecherinnen vor allem in einem Punkt einig: Gegenseitige Unterstützung und viel Ausdauer beim Netzwerken sind essentiell, um sich als Gründerin durchzusetzen und ein erfolgreiches Start-up aufzubauen. In der deutschen Wirtschaft gehe viel Potenzial verloren, weil Frauen unterrepräsentiert sind. Die Diskussion der vier Power-Frauen sollte junge Kongress-Besucherinnen im Publikum motivieren, den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit in der wachstumsstarken IKT-Branche zu wagen.